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cuba 2012, im 53. jahr seiner triumpfreichen sozialistischen revolution, erster teil

mittwoch 25.01. isla de margarita

eine reise voller überraschungen sollte mir noch bevorstehen als mich am 25. januar gegen 4 uhr in der früh der wecker mit seinen digitalen tönen aus dem halbschlaf erwachen ließ und ramiro, mein vermieter, musste sich wohl auch reichlich überwinden als er mich und meinen fahrradkarton in aller früh zum flughafen bringen musste … um 6 war der geplante abflug nach caracas und kurz nach fünf trafen wir am flughafen von porlamar ein.

die anzeigetafel listete auch meine maschine auf “arrivel time 6:00am – boarding“ bloß wo war die schlange am check in, wo waren die passagiere ? ich schleppte den riesigen fahrradkarton zum schalter und übergab dem mitarbeiter mein ticket … verwundert fragte er mich ob man mich nicht informiert hätte das der flug gestrichen wurde, meine telefonnummer hatte man sich für solche eventualitäten ja schließlich notiert … fehlanzeige, keinen anruf und auch keine sms erreichte mich seitens der conviasa und so war ich offensichtlich der einzige fluggast der auf den noch immer auf der anzeige stehenden flug wartete …

nach latinoart vertröstete man mich, ich solle mich etwas gedulden, man arbeite an einer lösung meines falles … um 10:15 uhr durfte ich dann mit einer anderen gesellschaft nach caracas fliegen und die conviasa übernahm alle kosten. soweit war dann alles wieder gut, bloß hätte ich nicht mitten in der nacht aufzustehen brauchen wenn man auch mich noch rechtzeitig informiert hätte ...

ich war anfangs sehr zufrieden das ich nicht wieder mit der cubana fliegen musste und erhoffte mir von der venezolanischen conviasa nur das beste oder anders ausgedrückt … nicht die unpünktlichkeit und serviceunfreundlichkeit der cubanischen fluggesellschaft. ausserdem kostete mich der flug dank einer promotion der conviasa nun tausend bolivares weniger als sonst üblich …

um 16 uhr sollte in caracas mein anschlußflug nach la habana starten … laut bordkarte vom gate 13. an diesem gate saßen einige wartende aber der flug stand nicht auf dem monitor, was tun in diesem falle ? ich lief zur information wo man mir sagte das der flug vom gate 22 abfliegt. auf der großen anzeigetafel in der abflughalle stand zwar immer noch eine 13 … aber gut, die müssen es ja besser wissen dachte ich mir und plazierte mich im wartebereich von gate 22. die abflugzeit verstrich ohne weitere vorkommnisse, an der tafel stand immer noch gate 13 und jetzt auch noch “boarding“, grund sich zu vergewissern und nochmals nachzufragen. abwarten, war die antwort, nichts genaueres wisse man …

die zeit verging und plötzlich erschien auf der anzeige die spektakuläre änderung, abflug gate 22 ! ich blieb entspannt und spazierte noch einmal den langen gang auf und ab, kaufte mir am automaten ein wasser … komme zurück zum gate 22 und vermisse die wartenden ? die maschine sei soeben vom gate 14 gestartet sagte man mir am schalter der information, um 5 minuten vor acht …

und das resultat von dieser geschicht: die conviasa fühlt sich weder verantwortlich für mein zurückbleiben, ich wurde nicht einmal namentlich ausgerufen ! noch sieht sie sich in der pflicht mir ein quartier zu bezahlen. die internationalen fluggastrechte gelten wohl nicht überall auf der welt ? und so bleibt mir nur eine alternative um nicht auf eigene rechnung in ein hotel zu gehen und zusätzlich für die umbuchung nochmals 100 dollar zu blechen. ich nehme die neue bordkarte (die man mir aus kulanz für den folgetag sofort ausgestellt hat) entgegen und bleibe für 24 stunden gast im transitbereich des internationalen flughafen maiquetia / caracas. am nächsten tag hebt die maschine dann mit 3 ½ stunden verspätung vom gate 13 ab, hasta pronto venezuela !

la habana, 26.01.2012, 19:30 uhr

nach dreistündigem flug, landung am terminal 2 des flughafen josé marti in la habana. schlange stehen ist jetzt angesagt, von den 25 kabinen die man an der imigration durchqueren muss sind gerade mal ganze 8 geöffnet. ich bin an der reihe, sehe mich einer flotten beamten reiferen alters gegenüber und lächele, trotz allem was in den letzten 36 stunden passiert war … passkontrolle, gesichtskontrolle, visastempel … und dann, völlig unerwartet und überraschend kam von ihr die aufforderung nochmals vor die kabine zu treten und zu warten, der pass wird einbehalten ?! dann kommt von der seite ein uniformierter auf mich zu, läßt sich den pass vom schalter geben und bittet mich ihm ein paar meter weiter abseits zu folgen. dann kommen fragen nach dem grund meiner reise, wohin ich überall reisen möchte und wo ich übernachten werde. wenn ich das alles nur selber wüßte … so bleibt nur dem beamten zu erklären das ich eine radtour machen werde, die route und alles weitere offen sei und so weiter und so fort … scheinbar nicht zufrieden mit dem ergebnis seiner befragung nimmt er den pass und verschwindet in einer seitentür mit der aufschrift “no pase sin autorizacion“ davor steht eine junge beamtin die jedesmal die id-card der passierenden in augenschein nehmen muss selbst wenn sie diese personen kennt und sie bereits 50 mal am tag diese tür passiert haben. eine abm maßnahme cubanischer art oder alles nur zum schutz der revolution ?

weitere minuten des wartens vergehen und die schlangen vor den schaltern werden immer kürzer. jetzt kommt jemand in zivil auf mich zu, hält in seiner hand meinen pass und fragt mich ob ich ein gewisser r...n.......... sei ? ich bezweifele das ich hier einen doppelgänger habe oder noch eine langnase wie ich hier gerade in der halle herumläuft … aber immer feundlich bleibend in schwierigen situationen antworte ich mit ja, der bin ich. dieser zivile hält nun auch noch einen notizblock in seinen händen und macht sich fleißigst aufzeichnungen zu meinen antworten auf die gleichen fragen …..... er fragt dann noch weiteres … „ und was beabsichtigen sie noch zu tun ?“ die natur genießen, kultur und menschen kennenlernen, an den strand und und und …. „und wieviel geld haben sie dabei ?“ ich zeige ihm ca. 25 peso convertible* und er fragt „mehr ?“ nein antworte ich, aber ich treffe mich morgen mit einem deutschen freund der geld für mich mitgebracht hat … „keine kreditkarte, keine devisen ?“nochmals antworte ich mit einem klaren nein ! dann befragt er mich noch zu meinem radlerfreund hagen, läßt mich dann stehen und verschwindet ebenfalls durch die geheimnisvolle tür …

mittlerweile ist es ist gegen mitternacht, die schalterhalle fast menschenleer und neben mir sind nur noch die putzfrauen bemüht so schnell wie möglich diese halle zu verlassen.

* ( 1 us dollar = 1 peso convertible/cuc … 1 cuc = 25 peso cubano/cup )

la habana, freitag 27.01. 0:50 uhr

die hauptbeleuchtung der halle ist bis auf wenige sparlampen ausgeschaltet, der große flachbildschirm strahlt ein konzert von brain adams aus und ich strecke meine beine auf der bank aus und rechne mit einer weiteren nacht auf einem der verflixten flughäfen dieser bananenrepubliken … dann fährt ein weisser lada vor, jemand steigt aus und bittet um einlaß. der diensthabene der imigration schließt auf und der beamte tritt ein und kommt auf mich zu. wieviel geld ich mit mir führe werde ich nun von dem ranghöheren gefragt. gleiche frage – gleiche antwort, denke ich in diesem moment, füge aber noch hinzu das ich auch bolivares mit mir führe und ob man die hier in cuba tauschen könne … der beamte zieht sich durch die geheimnisvolle tür zu beratungen zurück, mit personenkontrolle versteht sich.

20 minuten später meldet er sich zurück und gibt zu bedenken das man mich ohne geld nicht einreisen lassen könne … ok. ich lenke ein, sage ihm ich hätte 500 euro dabei, worauf er mich fragte warum ich das nicht gleich kundgetan habe … angst vor diebstahl erwidere ich, schließlich gehört es sich auch in venezuela nicht darüber zu reden. nachdem ich ihm den schein zu sehen gab veränderten sich seine gesichtszüge und er wirkt nun entspannt und freundschaftlich gesinnt … “aber wir sind hier nicht in venezuela, hier passiert so etwas nicht !“. na ja, man kann ja nie wissen denke ich mir, schließlich gibt es auch im real existierenden fidelismus bei den staatsdienern bedürfnisse die unerfüllt bleiben.

der beamte fragt mich noch nach meiner unterkunft für diese nacht, ich antworte etwas zögerlich, kann ihm die genaue adresse nur wage beschreiben … als ich ihm die telefonnummer von dalina gebe und er sie anruft um sich zu vergewissern …. ist er sichtlich erfreut das er nun endlich den heimweg antreten kann, wünscht mir einen guten aufenthalt in cuba ... und mir stehen noch weitere ungeahnte überraschungen bevor …

1:30 uhr, ich habe nun abermals die kabine der imigration passiert, mich nochmaliger personen-, gesichts- und passkontrolle unterzogen, stehe jetzt vor der geschlossenen einreisekontrolle und muß mir den beamten vom zoll heranrufen lassen. die personenscanner und röntgengeräte sind bereits abgeschaltet und müssen nun nur wegen mir reaktiviert werden, ich gehe durch den personenscanner und mein handgepäck schiebe ich auf das band zum röntgen, alles klar

aber wo zum teufel ist mein fahrrad ? in der ganzen empfangshalle keine spur von meinem riesigen pappkarton. der zöllner kann mir auch keine auskunft dazu geben und gibt mir den rat zum lost & found büro im terminal 1 zu gehen. ich kenne den fast 20 minütigen weg dorthin von einem spaziergang am tage. aber nun in der nacht allein in der dunkelheit … die taxifahrer umwerben mich, ein polizeiauto hält an meiner seite und gibt mir den rat nicht zu fuß zu gehen, es sei gefährlich hier ! und ich ? ich denke in diesem moment das ich hier in cuba an einem der sichersten flecken auf dieser erde bin und ignoriere alle gut gemeinten ratschläge, besonders die der taxifahrer !

im lost & found angekommen darf ich im lager selbst nach meinem karton suchen währenddessen eine mitarbeiterin in ihrem buch nach dem verlorengegangenen fahrrad sucht, gemeinsam bleiben wir erfolglos … wo ist also das rad ? noch oder schon wieder in caracas ? diese und andere fragen beschäftigen mich den rest dieser nacht …

lange aber immer noch nicht lange genug geschlafen, werde ich um halb zehn wach. ich kam erst um halb vier bei dalina zu hause an nachdem ich die erste etappe vom flughafen mit dem bus und die zweite mit dem sammeltaxi zurückgelegt hatte. immerhin, eine starke leistung für einen ausländer in der nacht … aber das taxi wollte, nein … musste ich mir einfach sparen, schließlich brauche ich es noch falls ich irgendwann mein rad abholen kann.

nach dem frühstück machte ich mich gleich mit hilfe meiner kubanischen freundin dalina an die arbeit. eine sherlock holmes aufgabe und dalina ist mir dabei eine wirklich große hilfe. wer wenn nicht sie, kann herum telefonieren, nachfragen usw. sie arbeitet im tourismus und kennt sich gut aus mit solchen dingen. aber in diesem falle erreichen wir weiter nichts als uns vertröstungen anzuhören. vom lost & found erhalten wir den tip um mitternacht am flughafen zu sein und die nächste conviasa maschine aus caracas abzuwarten. ich fuhr also wie mir geraten wurde am selben abend um zehn erneut zum terminal, ging abermals zum funbüro, bloß mein fahrrad war nicht auffindbar ! diese nacht hatte jemand anderes dienst am schreibtisch des fundbüros und drei weitere mitarbeiter/innen saßen mit ihm und taten nichts ausser die zeit verstreichen zu lassen … alle waren ratlos ! aber … dann nahm die männliche person den höhrer in die hand und wählte eine nummer, fragte, erklärte die problematik und siehe da, an seinen verschlafenen augen sah man irgendetwas positives, nachts um eins geschehen die wunder ...

la habana, samstag 28.01. 10 uhr in der früh …

ich fuhr nach dem nächtlichen telefonat am samstag vormittag mittlerweile das dritte mal zum flughafen um mein fahrrad nun endgültig am terminal 2 in empfang zu nehmen … das fahrrad war aufgrund meines verpassten fluges bereits pünktlich seit dem 25. januar in havana und wurde direkt im terminal deponiert …. auf latino betreffende bemerkungen verzichte ich hier ersteinmal !

der bisherige reiseplan sah eigentlich vor: ankunft in havana am 25.1. …. bahnticket am 26. für den 27. kaufen und am 28. in santiago de cuba ankommen … mein freund hagen erwartet mich dort schon sehnsüchtig. aber, und das ist eben cuba … man kann nicht einfach mal so an einen schalter gehen und irgendein ticket kaufen. die zugtickets sind in allen klassen für tage im voraus ausverkauft, auch das kontingent für devisenzahler … was sich hinterher als gut so herausstellen sollte …

dalina empfahl mir die fahrt mit dem viazul bus anzutreten und schickte mich gleich morgens zum busterminal. ich schwang mich erstmals hier in la habana auf den sattel meines rades und fuhr fluchend die via blanca hinauf. in diesem moment hätte ich am liebsten meinem venezolanischen fahrrad“spezialisten“ mit dem fuß in den a.... getreten, hätte er nur die reichweite bis porlamar gehabt. am terminal angekommen erwartete mich wieder eine überraschung, für den selben tag gab es keine geeigneten abfahrten mehr für mich, die busse waren kleinbusse und hatten keinen platz für ein fahrrad … so blieb als nächst mögliche nur die abreise am folgetag.

la habana, sonntag 29.01. 9.00 uhr

die abfahrt des viazul bus erfolgt überraschend pünktlich, ungefähr 14 stunden busfahrt stehen mir bis santiago de cuba ( ca. 900 km ) bevor und ich habe gut daran getan mein kapuzenshirt mitzunehmen um mir mögliche frostschäden an leib und seele zu ersparen, für einen kaltblütigen nordeuröpäer sind die klimaanlagen hierzulande mit knapp 18 grad celsius immer zu kalt eingestellt.

viazul befördert ausschließlich fahrgäste die in cuc bezahlen können und ist somit als eine der deviseneinnahmequellen cubas auf marktwirtschaft getrimmt … dennoch kommen wir mit über einer stunde verspätung am ziel an. menschliches versagen könnte man als grund dafür benennen, die fahrer hatten so einiges an der strecke zu erledigen ...

santiago de cuba, montag 30.01. 1.15 uhr

eine handwarme dose bucanero ist besser als gar kein bier ! hagen wartete bereits seit mitternacht am busterminal auf meine ankunft und hatte in dieser zeit schon viele bekanntschaften gemacht. spätestens als ich mein fahrrad aus dem businneren zog wusste jeder wer mich erwartet … das casa particular, ein staatlich genehmigtes privatquartier, welches hagen vorab schon ausgewählt hatte war genial um nachtens nicht noch einmal das haus verlassen zu müssen, der kühlschrank war gut gefüllt mit kühlem bier und auf der dachterasse wehte eine leichte briese zu dem schönen ausblick über die dächer von santiago bis hin zur bucht … spätestens jetzt ist der erlebte stress der vergangenen tage nicht mehr teil von mir.

nach einer kurzen nacht und einem vorzüglichen frühstück in unserem casa particular starten wir zur stadtbesichtigung und hagen erweist als der perfekte stadtführer. morgens um 11 geht es schon heiß ab in santiago, live musik klingt aus zahlreichen bars und drinnen wird getanzt und geflirtet, besonders mit den ausländern … die sollen schließlich zahlen was völlig normal ist und zum überlebensritual der kubaner gehört ... neben den planungen der folgenden tage die es zu besprechen gilt geht es auch darum mein fahrrad in ordnung zu bringen, die kette springt und ich brauche neue kettenkränze, warum hat man mir in porlamar die dinger nicht einfach verkauft nachdem ich die 20 jahre alte kette ausgetauscht hatte. nein, sagte man mir, die neue kette müsse sich erst einlaufen und da sei es normal das sie springt. keiner hat sich die mühe gemacht sich die abgenagten zähne der zahnkränze anzuschauen …der kubanische radprofi sah auf den ersten blick den wahren grund für das springen der kette, konnte mir aber nicht weiterhelfen und die suche nach den 7 kränzen blieb vorerst erfolglos …

fotos: www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629391250530/

santiago ist eine tolle stadt und unbedingt eine reise wert, schon auf dem weg vom busterminal in die innenstadt kam ich bei dem ständigen bergauf und bergab ganz schön ins schwitzen, keine stadt für radfahrer! besser geeignet sei da schon das motorrad von denen es besonders zahlreiche gibt, vorzugsweise die älteren modelle aus zschopau. da santiago eine hafenstadt ist erklärt sich von allein die anzahl dieser importierten motorräder made in german democratic republic ... autofahren ist letztlich auch keine alternative in den engen und in eine richtung führenden gassen und so empfiehlt es sich für den touristen die stadt zu fuß zu ergründen.

viele bedeutende persönlichkeiten wie zum beispiel der spanier diego velázques haben hier ihre spuren hinterlassen und … es wurde revolutionsgeschichte geschrieben hier in santiago; die moncada caserne der batistatruppen wurde 1953 beim ersten putschversuch von fidel und seinen mitstreitern angegriffen was für die revolutionäre mit einem fiasko endete ...

die einwohner von santiago sind mehr dunkler in ihrer hautfarbe als in havana und den menschen liegt die musik sehr nah oder besser gesagt im blut. und noch ein tip, wer sich jemals nach santiago verirrt sollte sich nicht von der luxuriösen aufmachung des club nautico am malecon abschrecken lassen, hier kann man gut essen und das sogar für peso cubano ...

am abend gehen wir in eine sehr bekannte casa de la musica, es spielt eine salsa band die aus 6 frauen und einem mann besteht der den kontrabass liebevoll zupfen darf. es wird ein erlebnisreicher abend und zum schluß lerne ich auch noch eine … ginetera … kennen. irgendwie ist es immer das gleiche ritual, der mann braucht sich nicht wirklich zu mühen um in kontakt zu kommen, einge blicke, einige worte und schon hat man das abenteuer was man eigentlich so nicht wollte. cubaner/innen sind im gegensatz zu den anderen latinos pünktlich, wenigstens wenn es um eine verabredung mit einem ausländer geht.

10 nach zehn am nächsten morgen sind wir fast am vereinbarten treffpunkt als uns meine neue freundin schon entgegenkommt und spaßhaft fragt ob denn die deutschen nicht pünktlich seien … wir nehmen einen umgebauten lkw der als buslinie verkehrt und uns zum fähranleger bringt, 2 cup pro person kostet der fahrschein … angekommen an der fährstation ist dann für ungewisse zeit das warten angesagt, es gibt keine festen zeiten für die fähren aber so cirka nach einer stunde kommt eine, die einem umgebauten landungsponton aus dem 2. weltkrieg ähnelt und wir legen ab nach granma … bei der fähre gelten andere regeln als im lkw-bus, der cubaner zahlt 1 cup, der ausländer 1 cuc, das 25-fache für ein und die gleiche leistung !?

meine überaus weltoffene und sprachlich sehr gewandte begleitung arbeitet an den wochenenden als tänzerin bei einer hotelshow, hat also unter der woche genügend zeit etwas für sich zu unternehmen und das macht sie auch, sehr geschickt … am vorabend spendierte ich ihr ein bier, sie bat mich die dose nicht zu öffnen, ein alter trick und gemeinsame sache mit dem personal. die dose geht zurück in den kühlschrank und der bezahlte dollar geht durch zwei … um eine schachtel zigaretten bat sie mich, kein problem dachte ich, solange sie nicht soviel kosten wie in deutschland, und auf granma wurde sie selbstverständlich zum mittagessen und allem anderen eingeladen. auf der rücktour im überfüllten bus kam es dann noch ganz dicke für mich … sie stand mit dem rücken zu mir und fing an ihren wunderschönen arsch an mir zu reiben, was das wohl für konsequenzen in meiner hose hatte … mir schwund der verstand und meine planungen für den abend liefen auf hochtouren. sie wiederzusehen so bald als möglich, je je je … aber so weit kam es dann nicht mehr, zum glück ! als wir zurück in santiago den bus verlassen hatten bat sie mich abends ins casa de la musica zu kommen und ihr jetzt mal schnell 5 dollar zu borgen … 5 cuc ! um nach hause zu fahren und zurück ?

cayo granma bei google earth suchen: 19° 58“ 40' N 75° 52“ 31' W

an diesem abend blieben hagen und ich auf der terasse unseres hauses, bereiteten die abfahrt für den nächsten morgen vor und gingen zeitig ins bett, ohne ginetera. 

fotos: http://www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629404926646/

die route bei google earth, hier klicken: Größere Kartenansicht

 

santiago de cuba, mittwoch 1. februar

nachdem unsere wirtsleute uns zum abschied noch einen café spendiert hatten verließen wir die stadt morgens gegen halb acht zu einer fahrt ins ungewisse. nach knappen 5 zurückgelegten kilometern und schon vor den toren der stadt angekommen, machten wir einen stop um an einem typisch cubanischen kiosk so richtig zu frühstücken, pan con tortilla - was umschrieben einem trockenem brötchen mit rührei gleichkommt, einem café und einem saft. ausreichend gesättigt geht es weiter westwärts, meine kette springt von einer sekunde zur andern über die abgenagten zähne der zahnkränze und ich habe schwarze vorahnungen für die kommenden kilometer bis zur nächstgelegenen größeren stadt ... und hagen macht mir vorwürfe, warum ich nicht auf seinen rat gehört habe. mein sechzigjähriger rivale und radlerfreund ist gut durchtrainiert; ich ihm dafür im biertrinken überlegen ... aber ich habe auch weitere vorteile die uns nun zugute kommen sollen, als segler bevorzuge ich den wind lieber von hinten als direkt ins gesicht und deshalb habe ich die tour von ost nach west geplant. nur törichte besserwisser fahren entgegengesetzt und davon begegneten uns einige …

auf der strecke gibt es genügend gelegenheiten sich mit frischen früchten, süßem gebäck und guarapo ( frischer zuckerrohrsaft ) also mit energie zu versorgen und ich hatte mein hin und herschalten reduziert und nutzte nur noch vier bis fünf varianten der normalerweise 21 gänge-schaltung. die anfangs von santiago aus noch frisch planierte asphaltpiste verkam nach und nach zur schlaglochfalle, zur schotterpiste usw … aber wir kamen gut voran.

wie immer im leben sind die besten erlebnisse einem zufall zu verdanken. wir wurden nach fast 5 stunden fahrt langsam müde und waren noch weit entfernt von einem möglichem ziel, hatten aber ein hotel auf der strecke ausgemacht. das hotel “brisas sierra mar“ lag in guamá und fernab jeglicher zivilisation, hatte aber 4 sterne. hagen trieb mich nun voran dieses hotel wenigstens anzuschauen und eine kleine pause am hotelstrand einzulegen. obwohl ich hotels kategorisch ablehnte folgte ich ihm, was auch gut sein sollte. am strand, der vorwiegend canadischen all inclusive touristen vorbehalten und gut bewacht war wurden wir nicht lange geduldet und bewegten uns in die richtung des wilden strandes an dem einige jugendliche standen und sich den für sie niemals erreichbaren luxus aus der ferne anschauten. richtig wohl fühlten wir uns in ihrer nähe nicht und ließen unsere badehosen in den satteltaschen obwohl eine abkühlung im meer zwingend not tat.

nach zaghafter annäherung und einem gespräch mit den ärmlich ausschauenden und finster blickenden halbwüchsigen wußten wir wo es für uns in der nähe eine bezahlbare bleibe geben könnte. nach ihren erläuterungen sollte es vom strand aus nur 5 minuten entfernt sein, zu fuß, auf dem pferd oder dem fahrrad (?). zum abschied und zum dank für ihre hilfe baten sie uns ihnen ein t-shirts zu schenken … leider konnten wir ihnen keine kleiderspenden anbieten da unsere fahrradtaschen nur das aller notwendigste beinhalteten. naja, meine wenigstens … hagen hatte hosen mit bügelfalte, tanzschuhe und weitere für eine radtour unbrauchbare dinge in seinem gepäck ...

nicht ganz leicht zu finden war das uns empfohlene quartier da es sich ausserhalb der eigentlichen ortschaft befand aber wir fragten uns stück für stück durch, bogen in einen unscheinbaren feldweg, passierten einige einzeln stehende häuser und höfe und fanden es dann hoch oben am hang. wir wurden durch ein tor aus maschendraht hineingebeten, passierten ein weiteres tor selben materials und standen mittendrin, im leben von marleni und pupo. man brachte uns wasser und bat uns um ein wenig geduld ... nach wenigen minuten der beratung erklärte marleni uns das sie keine lizenz zum vermieten hätten, wir aber trotzdem bleiben könnten. hier auf dem lande sei man solidarisch, d.h. keiner schwärzt jemanden an. zur begrüßung bekamen wir einen teller leckerer fischsuppe und dann räumten die beiden ihr schlafzimmer, für uns ...

marleni bei google earth: 19° 59' 21“ N 76° 20' 27“ W

es wurde ein toller abschluß dieses tages, hagen und ich gingen auf wanderschaft um uns die müden radlerwaden etwas zu vertreten. diese landschaft westlich von santiago ist wundervoll, auf der einen seite hat man den blick auf die schroff felsige karibikküste und zur andern auf die gebirgskette “sierra maestra“ deren höchste erhebung stolze 1976 m misst. wir erreichen den nächsten und in einer talsenke gelegen ort der gut die kulisse die für den western “spiel mir das lied vom tod“ hätte abgeben können. auf dem weg dorthin treffen wir auch einen der jungen vom strand der uns gleich seine ganze familie vorstellt. die kinder möchten eine cola und wir können uns auf diese art bei ihnen für den guten tip mit marleni bedanken. in begleitung der ganzen meute, burschen, kinder und junger frauen erreichen wir dieses spektakuläre dorf …

vor einem schuppen sitzen auf einer bank alte und junge männer, die alten mit strohut auf dem kopf und dicken zigarrenstummeln im mund, die jungen bevorzugen wie überall auf der welt ein basecap auf dem kopf. die tür dieser einzigen verkaufsstelle weit und breit führt in einen schmucklosen abbruchreifen raum mit einem tresen, ein paar stühlen und zwei tischen. im regal hinter dem tresen stehen wie überall die waren die gerade verfügbar sind zur schau, einige verschiedene dosen erfrischungsgetränke, eine flasche einheimischer rum, einheimische zigaretten und zigarren und ganz wichtig ... kondome. wir kaufen den kindern zwei dosen cola und sehen wie leicht man sie damit glücklich machen kann, die jungen lehnen das angebotene bier befremdlicher weise ab. wir setzen uns zu den dorfbewohnern auf die holzbank unter dem vordach des lokals und haben schnell ihre volle aufmerksamkeit und zuwendung.

im gespräch erfahren wir vieles, unter anderem das gerade der polizist aus der nächstliegenden stadt zu besuch im dorf ist und die menschen scheinen nervös deswegen. er hält ein notizbuch in seinen händen und spricht mit jemandem, dann geht er zum nächsten usw … er sammelt informationen über jeden und das ist normal hier in kuba. derweil geben sich die zwei burschen richtig mühe uns einzugarnen, bieten uns an mit den maultieren in die berge zu reiten wo es wasserkaskaden gibt, natürliche badewannen sozusagen. wir hören gespannt zu und die jungen planen für uns den folgetag als erlebniskomplettprogramm. sie legen noch zu, wir könnten dort oben ein feuerchen machen, etwas fleisch garen und als höhepunkt würde man uns auch noch zwei chicas besorgen … das war musik in den meinen ohren; wir sagten zu …

marleni hatte bereis das huhn geschlachtet und war gerade dabei ihm die federn zu rupfen als wir heimkamen. der kühlschrank war voll mit flaschenbier der regionalen marke hatuey und das holzfeuer war in gange. auf dem lande haben die menschen einen gaskocher und für den fall das die gasflasche leer ist und nachschub nicht in sicht einen elektrokocher … und wenn stromausfall ist kann man immer noch mit holz auf dem “fogon de leña“ kochen …

mit pupo saßen wir am tisch und tranken bier und der geruch der mit einer leichten ostbriese aus der freiluftküche auf uns zuströmte machte appetit. das huhn war wirklich ein kulinarischer genuß und wen es interssiert kann das rezept bei mir anfragen. dazu gab es yucca, reis, fittierte bananenscheiben und frischen salat, alles von der eigenen finca ...

die sonne verschwindet vom horizont und es kommt langsam leben in die bude von marleni und pupo, die beiden verkaufen eigene agrarprodukte, machen selbst speiseeis und verkaufen bier und schnaps. ein kleiner kiosk ist ebenfalls teil ihres anwesens wie auch ein mit wellblech überdachter biergarten in dem es diese nacht noch heiß hergehen sollte ...

donnerstag 2. februar

ganze 20 cuc verlangte marleni am nächsten morgen von uns nachdem wir bei ihr noch ein ordentliches frühstück bekamen, einen monatslohn !

die erste etappe von 72 kilometern hatten mir keinen muskelkater beschert, nur der hintern war etwas gereizt … für heute war eine kürzere distanz, nur 45 km geplant und wir gingen den tag daher ruhig an. zwar waren wir zu 10 uhr mit unseren cubanischen reiseleitern verabredet um in die berge zu reiten und ein erfrischendes bad zu nehmen ... aber wir saßen um acht schon auf dem sattel, auf dem weg zum campismo “la mula“, einer art jugendherberge. was ehemals den cubanischen arbeitern vorbehalten war hat cuba nun auch als deviseneinnahmequelle erkannt, ökotourismus für den individualreisenden ausländer mit schmalem budget …

die hütten sind unterschiedlichster ausstattung und größe, für 2-4 personen oder mehr, mit einem oder zwei zimmern usw. das umfeld ist bei allen einrichtungen dieser art im lande vergleichbar und die lagen sind gut, an seen, flüssen oder gar am meer wie hier in la mula ...

la mula ist für viele der ausgangspunkt zur besteigung des “pico turquino“ ( 1976m ) zu dessen gipfel ein wanderpfad führt den man aber nur mit einem führer besteigen darf … die revolution braucht jeden dollar und so ist man mit 20 cuc dabei !

http://www.campismopopular.cu/Campismo_Popular/node/320

la mula bei google earth: 19° 56' 54“ N 76° 45' 33“ W

weiter geht es freitag in aller früh, 67 kilometer entfernt ist das angestrebte ziel, die stadt pilón. von santiago aus verschlechtert sich der strassenzustand zunehmend und eine passage nach pilon im auto erfordert viel zeit und vorsicht, ganze strassenabschnitte sind zum meer hin abgerutscht, brücken teilweise eingestürzt und das erklärt warum es auf dieser route keine bussverbindungen gibt, kein auto und lkw fährt, nur zwei deutsche radler diesen beschwerlichen aber schönen weg wählen …ungewollte renaturalisierung die einerseits durch die tropischen wirbelstürme vorangetrieben und anderseits durch leere kassen des staates beschleunigt wird, oder politisch strategisches kalkül ? zwei aus den 60 ziger jahren stammende tunnelbauwerke erleben wir auf der strecke, halbrunde eingänge führen in das innere des gesteins und enden im dunkeln … und wir radeln mit unwohlen gefühlen an einer steilwand auf dem schmalen passierbaren geröllpfad, im hinterkopf der gedanke es könne in diesem moment etwas von oben kommen. die meisten anderen radfahrer haben wenigstens helme auf dem kopf …

viele schweine, ziegen, schafe und rinder kreuzen immer wieder unseren weg, sozialistische kleinbrigaden schütten etwas rotbraune erde in die asphaltschlaglöcher und strommasten haben wir lange keine mehr gesehen. die kleine ortschaften haben selten mehr als 30 hütten und die menschen haben ganz bestimmt kein beneidenswertes leben hier auch wenn es für uns im ersten moment alles sooo... romantisch erscheint. die meisten dieser dörfer haben kleine stromerzeuger die jeden abend für 4 stunden betrieben werden sofern die kraftstoffversorgung funktioniert. zwischen 18 und 22 uhr ist die beste zeit um das volk mit der regierungspropaganda zu versorgen und das ist schliesslich das wichtigste an einer sozialistischen revolution …

freitag 3. februar pilón, provinz granma

zwischen santiago und pilón liegen zwar nur 190 km , aber umso mehr welten …

wir biegen von der nationalstrasse die schon seit kilometern von landwirtschaftsbetrieben und 5 geschossigen neubauten gesäumt ist an einer tankstelle links ab und kommen direkt ins zentrum von pilón. ernüchterung macht sich breit, wir passieren schmucklose häuser und die strassen von pilón sind in sehr schlechtem zustand, größtenteils nicht asphaltiert. der staub ist allegenwärtig und heiß ist es obendrein in der mittagshitze … das erste mal mache ich erfahrungen mit gutmenschen die nur helfen wollen, sie verfolgen und belagern dich wie lästige fliegen und wollen dir bei der quartiersuche helfen oder dir ein gutes restaurant zeigen; alles geheimtips … irgendwie erreichen diese schlepper dennoch meist ihr ziel und kassieren von den vermietern ihre provisionen, (5 cuc) die dem touristen widerum aufgeschlagen werden, und da es für cuba keine datenbanken oder quartierführer gibt muss man dem kleinbeigeben.

pilón hat eine schöne kirche, eine tolle eisdiele, es fahren kutschen herum und die kleinstadt liegt an einer bucht zum meer. wir gehen vergeblich einen strand suchen, pilón hat keinen, auch keine uferstrasse und kein strandlokal mit terasse. dafür stoßen wir auf eine betonmole die dem verfall preisgegeben wurde, teil eines ehemaligen wirtschaftstandortes … einige meter weiter steht ein wie neu wirkender betonschornstein, vielleicht einziges wahrzeichen dieser stadt. ehemals legten an der mole frachtschiffe aus der sowjetunion, dem ostblock und anderen ländern an und nahmen zucker an bord. im jahre 1998 modernisierte man die zuckerfabrik und errichtete einen neuen schornstein und im jahre 2002 also nur 4 jahre später wurde die fabrik abgerissen, nur der schornstein blieb stehen, geldverschwendung á la sozialistischer planwirtschaft ...

abends bei der täglichen futtersuche gibt es wieder denkwürdige momente, es gibt viele restaurants aber keine kunden. wir entscheiden uns für eines, vielleicht auch deshalb weil das kellnerinnenkollektiv uns bereits vor dem restaurant auf der strasse erwartet … aber nicht das man uns herein bittet oder uns mit einer karte zu locken versucht … für (westeuropäer) unverständlich, das personal rührt sich nicht, wir treten in ein leeres lokal ein und werden plaziert ... eine karte gibt es nicht wirklich, viele speisen sind nicht im angebot und so zählt die kellnerin uns drei dinge auf … dann werden wir bedient wie könige. eine frau nimmt die bestellung auf, eine andere bringt die getränke, die dritte das essen … wir lassen es uns schmecken und von draußen luken die kellnerinnen durch die gardine und beobachten uns, machen ihr späße und flirten … und der personalschlüssel des abends: auf zwei gäste kommen 5 kellnerinnen und zwei köchinnen … arbeitslosigkeit kennt cuba nicht !

fotos: http://www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629462375128/

nichts hält uns länger in pilón, also treten wir die weiterfahrt am nächsten morgen zeitigst an. wohin uns diese etappe bringt ist unklar, manzanillo wäre ein erstrebenswertes ziel, liegt aber 95 km entfernt. zu unserer rechten sehen wir die ausläufer der sierra maestra und ich hoffe das wir diese umgehen können. nein, der weg führt nicht nur geradeaus sondern steigt an, die strasse schlängelt sich wie eine serpentine durch die berge und plötzlich haben wir auch noch den wind gegen uns …

erstmals erlebe ich auch hagen an seinenen grenzen angekommen und so schieben wir genmeinsam unsere räder, seit an seit schreiten wir aufwärts …

in den bergen ist es auch schön, wir machen nach circa 10 kilometern rast in einem bergdorf und trinken gemeinsam einen ganzen liter naturjoghurt der uns ganze 5 cup kostet und super öko schmeckt. ab hier geht’s weiter ohne nennenswerte steigungen und wir kommen wieder gut voran. media luna, was soviel wie halbmond heißt ist der nächste ort auf unserer strecke, wir fahren jetzt viele kilometer an zuckerrohrplantagen vorbei und haben nach westen blick auf den golf von guacanayabo und den wind von vorn was ziemlich an unseren kräften zehrt ...

 

samstag 4.2. campechuela, granma

nach 65 km berg- und talfahrt sind wir am ende mit unseren kräften und erreichen campechuela, suchen ein quartier und scheitern fast daran. es gibt in diesem ort keine casas particulares ( lizensierte privatquartiere ) und uns droht die weiterfahrt bis manzanillo. der einzige tip den uns die einheimischen geben führt uns zu einem motel für einheimische, eine absteige auf stundenbasis ...

die rezeptionistin scheint verwirrt über unser anliegen, lächelt uns mit ihrem hasengebiss an und nachdem sie sich bei ihrem chef rückversichert hat ausländer hier zu beherbergen verlangt sie 20 cup pro person, weniger als einen dollar ! und zeigt uns das zimmer. die beschreibung dessen erspare ich mir hier und verweise auf das foto im folgenden link. in diesem ort würde ich es nicht einmal als toter über dem gartenzaun hängender hund aushalten wollen …

dennoch verbringen wir diesen abend in campechuela in angenehmer atmosphäre, in einem restaurant mit essen, trinken und karaokeschow …

die klimaanlage ist so laut das man dabei eigentlich nicht schlafen kann, und ohne sie ist es schwül und heiß in diesem fensterlosen raum. hagen zieht es vor auf der dachterasse auf dem blanken boden zu campieren, ich hingegen ertrage die klimaanlage und die schimmelpilze an den feuchten wänden des zimmers. mit sonnenaufgang verlassen wir fluchtartig diesen grauenvollen ort ohne zu duschen, ohne zu frühstücken ...

http://www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629462557900/

 

sonntag 5.2. manzanillo

nur 30 kilometer von campechuela entfernt liegt manzanillo, der erste ort seit santiago der wieder ein gewisses flair aufzuweisen hat. schon einige kilometer vor der stadt begegnen uns die ersten kutschen die den ganzen nahverkehr in manzanillo bewerkstelligen. hagen drängt mich das am hang liegende hotel wenigstens anzuschauen und nach dem preis zu fragen. damit hätte ich nicht gerechnet und der preis von 28 cuc für ein doppelzimmer mit frühstück überzeugt einen sparfuchs schnell … wir checken ein, nehmen eine dusche und schon geht’s los, den hang hinab bis zum kutschenparkplatz. eine kutsche bringt uns direkt in das zentrum, für 2 cup pro person ! die preise sind vom staat vorgeschrieben und jedes gefährt muß eine art nummernschild mit der lizenznummer und der angabe der passagiere am heck führen. nachts müssen die kutschen mit licht fahren, egal welcher art, einige hängen nur ein fackelndes öltöpfchen an, andere haben batterie und scheinwerfer installiert …

in der mitte des platzez steht wie immer ein pavillon, bloß das dieser hier besonders hübsch ist und irgendwie dem maurischen stil anhaftet. alle wichtigen gebäude einer stadt versammeln sich hier, das rathaus, die kirche, ein kino, die eisdiele und viele geschäfte und restaurants säumen den platz.

das hotel ist an den wochenenden immer gut ausgebucht, vorwiegend einheimische verbringen ihre zeit am hotelpool und abends in der hoteldisco. und immer an solchen orten trifft man auch pärchen die gegensätzlicher nicht sein können, alter dicker man mit junger schlanker frau, kaffebraune chicas mit milchblassen bierbäuchigen europäern … als “cafe con leche“ werden diese paare auch spöttisch bezeichnet.

vom balkon unseres zimmers blicken wir auf den pool und über die dächer der stadt und auf eine insel nahe der küste. ob man da wohl rüberkommt ? wir haben eh geplant eine weitere nacht in dem hotel in dieser kleinen aber feinen stadt zu bleiben und wollen natürlich etwas erleben, aber die idee mit der insel verläuft sich im schnell sande. abends wollen wir im zentrum essen gehen, geraten wieder an einen schlepper der uns in einen paladar ( ein vom staat genehmigtes privates lokal ) führt und werden den ort schnell wieder verlassen. letztendlich finden wir ein staatliches restaurant was ausnahmsweise mal mehr zu bieten hat und wo das essen gut schmeckt und preiswert ist …

von einer dachterasse tönt salsa und merenge und wir steigen die schmale treppe hinauf, oben und das hätten wir beide nicht gedacht steppt der bär. ich will bleiben, hagen will nicht bleiben. das ist eines unserer “generationsprobleme“ die wir immer auf reisen mit uns herumtragen aber mit der nötigen toleranz behandeln. am nebentisch stehen zwei gracien die erotisch ihre hüften schwingen lassen. ich erblinde davon fast und und frage mich wie alt die beiden sein könnten. keine 18 denke ich mir, eher 16, der typische lolitatyp, 1,60 groß und 45 kilo schwer … hagen drängt jetzt mehr und mehr zum gehen und ich denke mir eine strategie aus und weihe hagen ein. nun hält er noch etwas durch und ich steige die treppe zur obersten terasse hinauf und warte was passiert. und wie vermutet kommt die eine der beiden zierlichen hinter mir her und plaziert sich an meiner seite, hast du feuer fragt sie dann … was für eine frage  emotion

meine neue errungenschaft hat lachfältchen und man sieht ihr von auge zu auge an das sie doch schon älter ist, 26 gibt sie zu verstehen und berührt mich zart. hagen hat sich mittlerweile verabschiedet und ich bleibe auf der oberen terasse einsam und allein mit ihr und übe mich in zungenküssen. gerne möchte ich den nächsten tag mit ihr verbringen und verabrede mich zu 10 uhr am selben ort, begleite sie im taxi bis nach hause und kehre nach mitternacht ins hotel zurück. montag früh fahren hagen und ich zum plaza und warten auf die kleine, machen eine runde und noch eine und als es bereits viertel nach elf ist gebe ich auf.

was ist eine ginetera ? genau übersetzt bedeutet dieses wort “reiterin“ und wird umgangssprachlich für prostituierte verwendet. da es aber keine prostitution in cuba gibt, dies ein kapitalistisches phänomen ist und daher im kommunismus nicht existiert …. hat die staatsmacht alles unter kontrolle. besonders junge frauen die sich öffentlich in begleitung mit ausländern sehen lassen stehen unter staatlicher kontrolle und vorladungen zu befragungen auf ein polizeirevier sind ganz normale praxis. in meinem falle vermute ich das man sie von zuhause abgeholt und für 24 stunden in gewahrsam genommen hat, auch typisch cubanisch und rechtstaatlich …

http://www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629513102890/


dienstag 7.2. bayamo

nach manzanillo geht es nun ins landesinnere, es gibt wieder einige hügel die vor uns liegen und ich habe mittlerweile eine kondition das ich es mit jemanden aufnehmen kann der drei tage nichts gegessen hat … und mit hagen natürlich. 62 kilometer vorbei an zuckerrohr und zuckerfabriken, citrusplantagen und weideland. im ganz cuba gibt es monumente am strassenrand die nichts weiter sind als plumpe propaganda, dafür sind sie aus stabilem beton gebaut und werden wohl die castros überleben. auch kilometer lange ahnengalerien mit den köpfen ehemaliger revolutionäre begleiten uns, wieviel häuser hätte man dafür bauen oder instand setzen können …

raul ist schlau, das hat bereits sein eigenes volk und vor allem der klassenfeind bemerkt, und gerade der papst … und so kann man auf betontafeln und an hauswänden zitate von ihm lesen die der bundeskanzlerin so wohl nicht über die lippen gehen würden …“ was man nicht hat kann man nicht ausgeben!“ das erlebt das volk tagtäglich wenn es in die cuc-läden zum einkaufen geht weil es kaum produkte für den peso cubano gibt. ich kam daher zu dem wortspiel das es sich bei diesen läden für devisen um wahre guck – läden handelt, in welchen das volk von ihrer regierung auch noch um ihr teuer erwirtschaftetes geld gebracht wird, eine art raub am volke … ich sah ein fahrrad, made in cuba was um die 130 cuc kosten sollte und auf das man dem käufer eine garantie von ganzen 7 (sieben) tagen gewährt. jedes 20 jahre alte fahrrad aus dem ehemaligen osten ist beliebter bei den kubanern als diese wegwerfprodukte aus eigener produktion. ein benzinrasenmäher war ebenfalls im angebot, für 600 cuc dafür aber mit 3 monaten garantie, ich war sprachlos …

in bayamo wurde die nationalhymne cubas, die sogenannte bayamesa geschrieben und komponiert. auf dem zentralen platz dessen boden aus weissem marmor beschaffen ist findet man keine zigarettenkippe, kein weggeworfenes stück papier herumliegen und kann rundherum unter großen bäumen im schatten sitzend auf das denkmal von pedro figuero cisneros, dem vater der hymne und ihm gegenüber auf den befreiungshelden céspedes blicken der vor ca. 350 jahren die ersten sklaven von ihrem joch der unterdrückung durch die spanier befreite. das zentrum bayamos ist auf hochglanz gebracht und sehr großzügig angelegt mit seinem boulevard und den verkehrsfreien zonen, selbst fahrräder und kutschen haben hier nichts verloren. dafür birgt das zentrum eine unbeschreibliche lebensqualität, so daß täglich neben den vielen bayamesen einige dutzende reisegruppen von touristen hier flanieren gehen …

in der nacht verwandelt sich der boulevard in eine künstlich beleuchtete freiluftgalerie, die ansässige schule für design hat ganze arbeit geleistet was am tage durch die menschenmassen nicht sichtbar wird. strommasten wurden in form eines baumstammes gekleidet, skulpturen aufgestellt, fassaden gestaltet und sitzmöbel aus stein geformt die zum gemütlichen sitzen einladen und das gelblich warme licht gibt das i-tüpfelchen, wundervoll ! eine besonderheit und errungenschaft der kulturellen revolution cubas ist es auch, das jede stadt neben theater und kino mindestens eine “casa de la trova“ hat (ort an dem jeden abend livemusik stattfindet). wir gingen in bayamo auch wieder zum konzert. die heutige alte männer band gab sich größte mühe ihr internationales publikum mit cuba klasikern zu unterhalten ... mit guantanamera, dem ché guevara song und anderem bekannten. zum schluß jeder veranstaltung bieten sie ihre eigenen selbstgebrannten cd´s an und gehen mit dem hut durch die reihen, ein einträgliches geschäft, gemessen am lohn eines busfahrers oder einer krankenschwester …

ché guevara lied: http://www.youtube.com/watch?v=dr_g23qi9hg

bayamo gefiel uns so gut das wir noch einen tag blieben und sogar für die zweite nacht noch in ein neues quartier wechselten. viele privatquartiere sind leider aus der not heraus entstanden, teil des wohnraumes ihrer bewohner und haben oftmals keinen eigenen zugang, keine ausreichenden fenster die tageslicht und frischluft hineinlassen. dafür haben alle quartiere klimaanlage was aber nicht jedermanns sache ist … jetzt bewohnten wir ein zimmer was vom boden bis zur decke verglast war und uns einen einmaligen ausblick bot und frische luft. unter uns war der fluß und dahinter schloß sich grüne landschaft an, bis zum horizont nur natur …

die flüsse in cuba stinken zum himmel und das von nord nach süd und von ost nach west. viele häuser lassen ihr abwasser noch auf die strasse fließen und das selbst im touristischen bayamo. diese übelriechende brühe hat folgend den physikalischen gesetzen die angewohnheit von oben nach unten zu wollen und versammelt sich am tiefsten punkt. diese rinnsale vereinen sich mit anderen und alles passiert dann das balneario der stadt ( flußbad ). durch etwas schilf und einem seerosenteppich gefiltert erscheint das naturbadebecken zwar sauber … aber alles mehr schein als sein und zum baden nicht zu empfehlen.

http://www.flickr.com/photos/71293107@N05/sets/72157629541053532


29.4.12 20:25


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eine reise mit dr. jekyll & mr. hyde

segeln ist leben, so beschrieb ich es schon einmal in meinem blog, und ich würde es immer wieder tun, segeln um des segelns willen.

am 14. november gegen mittag holten mich karl (und) heinz von zu hause ab und wir fuhren gemeinsam zum flughafen von porlamar. die maschine der staatlichen fluggesellschaft conviasa startete pünktlich mit ziel nach port of spain / trinidad. karl war wie immer an den vormittagen guter laune und freute sich auf den gemeinsamen törn. die auslastung der maschine war sehr gering und ich suchte erst garnicht nach meinem platz, sondern setzte mich auf irgendeinen der zahlreichen freien. dann schaute ich mir meine bordkarte erstmals genauer an, ich saß wie von geisterhand gesteuert auf dem mir zugedachten platz 7C . nach 40 minuten in trinidad gelandet, folgten die üblichen abfertigungsformalitäten bloß eben in englisch, was mir schon beim ausfüllen der formulare probleme bereitete. auf die fragen der migrationsbeamten konnte ich wenig erwidern ... und wieder einmal spüre ich die rache meiner faulheit !

nach kurzem aufenthalt auf trinidad und den ersten eindrücken von der nachbarinsel venezuelas, flogen wir weiter nach tobago, diesmal bekam ich die bordkarte von der caribean-airlines und hatte zufällig ? wieder den platz 7C oder war es garkein zufall sondern irgendeine vorsehung, ein ausserirdisches zeichen ? ... 25 minuten später erreichten wir scarborough / tobago und wurden von johnny in einem alten pickup abgeholt und samt sack und pack direkt zum boot gefahren.

die “veleta“ lag unter seiner regelmäßigen aufsicht in der store bay ganz nah beim flughafen (google earth N 11° 09´ W 061° 30´ ) vor anker. johnny kontrollierte in den letzten wochen das schiff auf den halt des ankers und die funktion der batterien, bilgenpumpen etc. und verdiente sich damit ein angesehenes taschengeld. karl war bei ankunft in der bucht sichtlich glücklich, konnte er endlich wieder rauchen und trinken wie es ihm passte, noch bevor wir ins dinghi stiegen hatte er seinen pegel wieder aufgepäppelt …

die ersten zwei tage auf tobago sind vorab schon verplant, einkaufen fahren für die kommenden tage auf see und ausklarieren. dazu muss man in die hauptstadt von tobago, nach scarborough fahren und alle nötigen formalitäten bei zoll und migration erledigen … und abends bin ich dann vom skipper zum essen eingeladen, das sieht unsere abmachung so vor. ich begleite ihn bei der rückführung des schiffes nach margarita wobei mir keinerlei kosten entstehen, nicht für die flüge, nicht für essen und trinken an bord und ausserhalb des schiffes, und ich erhalte eine aufwandsentschädigung in höhe von 2000 bolivares …

die preise auf tobago haben europäisches niveau und der volle einkaufswagen kostet ein kleines vermögen, es bleibt einem keine wahl da trinidad/tobago keinen aldi oder lidl kennt. den hauptanteil der summe machen bestimmt die getränke aus, karl kauft reichlich wein, soda und tonic, auch eine flasche rum muss dabei sein … und für mich eine palette bier, ganze 24 dosen; wie lange die wohl reichen werden … karl sein pegel schwankt nun permanent zwischen ein und zwei promille und er erscheint sehr entspannt und ausgeglichen.

wir müssen nur noch 200 liter wasser an bord schleppen, in 20 liter kanistern von johnnys kiosk zum dinghi und dann an bord hieven, eine ganz schöne quälerei für einen fünfzigjährigen mit wirbelsäulenproblemen. in diesem punkt beneide ich die weltumsegler nicht, es gibt keine tankstelle auf see, keinen wasserhahn und keinen lieferservice für proviant, alles muss aus eigener kraft bewältigt werden und oftmals sind die crews weit über die sechzig hinaus …

nachdem der skipper bei johnny seine letzte rechnung beglichen hat und von den letzten “tts“ (trinidad-tobago-dollar) noch zwei flaschen hochprozentigen mit an bord schleppte geht’s dann donnerstag mittag endlich los, zwar nur unter motor und auch nur einmal ums riff in die nächste bucht von wo aus wir nun die strecke nach grenada planen und starten wollen (google earth N 11° 11´ W 060° 48´ )

am darauffolgenden tag soll es losgehen, ca. 80 seemeilen liegen vor uns und die sind zwischen sonnenauf und -untergang nicht zu schaffen, also planen wir die abfahrt für den frühen nachmittag des 18. november. karl rechnet mit einer durchschnittsgeschwindigkeit von 4 kn, das bedeutet …. sind wir schneller - so sind wir früher da, oder langsamer dann eben später, aber keinesfalls in der dunkelheit.

 

fortsetzung in kuerze !!!

2.12.11 19:23


immer wieder neue ueberraschungen

und was gestern noch so passierrte ...

ich wollte eine leere bierflasche ins auto legen, schob sie mit der hand durchs halb offene fenster und stoss es dabei an. ok, nur eine kleine abplatzung an der kante, macht ja nix dachte ich mir, ein tape drueber und fertig ... 20 minuten spaeter ... ein furchtbarer knall und herumfliegende glassplitter erschraken uns ! im ersten moment dachte ich jemand haette einen stein geworfen aber da war ja weit und breit niemand ... die spannungen im glas hatten die explosion der scheibe verursacht ! zum glueck war auf das fenster sonnenschutzfolie geklebt, das verhinderte wohl schlimmeres ... und wieder musste ich mal schnell umgerechnet 50 euro fuer etwas gaenzlich ungeplantes ausgeben wovon ich bald eine woche haette leben koennen...

im baumarkt ...

ich bin seit langem auf der suche nach einer bezahlbaren loesung fuer die inbetriebnahme meines tauchkompressor. der aus deutschland mitgebrachte elektromotor laeuft unter der hiesigen spannung nicht. der baumarkt catalano wurde mir schliesslich wegen seines guten sortimentes an motoren empfohlen, also auf und hin ... in der tat, es gab genuegend auswahl fuer jeden geldbeutel, auch fuer meinen schmalen.

und zu meiner ueberraschung fand ich sogar einen benzinmotor mit den benoetigten technischen daten und zum halben preis gegenueber einem e-motor. nun hatte ich nur noch einige detailfragen fuer deren beantwortung ich mir nun eine fachberatung suchen musste. die gerade neben mir stehende 18 jaehrige machte einen guten eindruck, war schlank und gut gebaut, mit buntbemalten acrylfingernaegeln immer griffbereit das handy in den haenden haltend ... fehlanzeige, keine ahnung aber sie schickte mich wenigstens zu dem aelteren erfahrenen fachmann der im gang nebenan taetig war.

er folgte mir auf der ferse und beteuerte das der motor rechtsherum also im uhrzeigersinn laufen wuerde. ich wollte es aber genau wissen, ich kaufe den motor und dann laeuft er genau anders herum, ha ha ...

er suchte aus dem karton das handbuch heraus und fing an zu blaettern, im englischsprachigen teil suchte er nach der antwort. ich fragte daraufhin ob er englisch spraeche ... nein warum, fragte er !? weil du im englischen teil liesst antwortete ich, worauf er ziemlich nervoes zum spanischen teil wechselte. gib her bat ich , ich kann das auch selbst lesen ... aber auch ich fand keine aussage zur drehrichtung in der broschuere. im cybercafe suchte ich dann die antworten im internet, ebenfalls fehlanzeige. so beruehmt kann die marke dewalt dann ja wohl nicht sein ...

zu hause schaute ich nochmal in das kompressorhanbuch und las das der antrieb links herum ist. also machte ich mich abermals auf zum catalano, suchte den verkaeufer und gab zu verstehen, wenn man die anreissleine zieht, sich die welle ja links herum dreht und der motor somit ein linkslaeufer sei, na klar war seine antwort darauf. ach wie schnell ein mensch seine meinung doch aendern kann, dachte ich mir ...

nun fragte ich nach der garantie und wer hier auf der insel diese motoren repariert, ich bekam eine klare antwort. aber nach drei jahren leben hier waere ich ja ein toelpel wenn ich das nicht sofort nachpruefen wuerde. ich fuhr zur vermeintlichen werkstatt und siehe da ... niemend auf der insel repariert diese geraete und die ersatzteilbeschaffung sei auch ein problem. ich loeschte dewalt aus meinem register und folgte dem rat des fachmannes, kauf dir einen honda ... oder einen subaru !

eine subaru hatte ich ebenfalls dort stehen sehen, etwas teurer zwar aber egal, wer billig kauft ... usw ...

am naechsten tag wieder im baumarkt, bat ich um das handbuch fuer den subarumotor, es war in 15 sprachen uebersetzt und ich konnte in ruhe alles in deutsch lesen, links herum die drehrichtung ... keine meiner fragen blieb offen und ich entschloss mich zum kauf, jetzt und hier !

aber wieder hatte ich die rechnung ohne die venezolaner gemacht. ich untersuchte das etwas angestaubte geraet genauestens und stellte fest das da einiges fehlte, zuendkerzenstecker, einfuellsieb, oelmessstab etc. daraufhin sprach ich den verkaufer an der schon etwas genervt dreinschaute. dann koenne ich den motor eben nicht kaufen erwiderte er ... warum er dann aber hier im regal stehe, und das ich ihn nehmen wuerde wenn man mir beim preis entgegenkaenme ... er riss mir das handbuch regelrecht aus der hand, verstaute es wieder im karton und verschwand in einem der parallelen gaenge.

ich war verbluefft, wollen die nicht verkaufen oder was ... fragte ich die frau die wichtig die ablaeufe kontrolliert und sich supervisora nennt. nein, in diesem falle keonne man mir das geraet dann nicht verkaufen ... man kann keine teile bestellen und man kannn auch dies und das nicht . ich bat um ein gespraech mit dem ganz grossen chef, aber wie immer bekommt man hier die selben luegen als antwort, er ist zu tisch, er hat eine sitzung, er ist ausser haus ... und ich war ausser mich !!! was fuer eine latinomentalitaet

aber wer mich kennt; ich gebe so schnell nicht auf ... gleich morgen fahre ich wieder hin und der kampf um den kauf dieses antriebsmotors fuer meinen tauchkompressor geht in die letzte runde, mit der geschaeftsfuehrung in der zweiten etage im catalano home center

 

 

19.10.11 22:44


louis tools und der güde stromerzeuger

die unendliche geschichte einer reklamation

1. akt , der louis tool akt

am 13.10.2009 kaufte ich bei dem internetanbieter louis tools einen generator der marke güde um bei stromausfällen meinen strom selbst zu erzeugen und meine 220 volt geräte zuverlässig betreiben zu koennen. ich informierte die firma louis tools über die ausfuhr und bat um den versand nach witzwort. der stromgerzeuger GSE 2501 wurde im verkaufskarton zum container verschickt, eingeladen und erreichte äusserlich   unversehrt anfang dezember 2009 porlamar. ich holte umgehend den karton am anlieferungsort ab und fuhr nach hause um mich an dem neu erworbenen stromaggregat zu erfreuen, offnete den verkaufskarton, nahm auf der oberseite eine styroporabdeckung die den tank vor beulen schützen soll aus dem karton, dann das gerät und stellte es auf den boden. einen schoenen blauen tank hatte die firma güde da designed ...

jetzt hatte ich meine erste überraschung, mein neuer stromerzeuger GSE 2501 kippelte, stand nicht richtig. das untergestell war verbogen und auch der deckel des generators war verbeult. warum also nur einen styroporschutz für den tank, nicht auch rundherum für das gesamte gerät ...

am 09.12.2009 meldete ich der firma louis tools per mail den schaden, ebenfalls versuchte ich zu erfragen um welchen typ es sich bei dem mitgelieferten oel handelte, die oelflasche hatte keinerlei beschriftung und lt. handbuch für den GSE 2501 empfahl güde drei verschiedene spezifikationen je nach temperatrbereich. ich machte noch zwei fotos vom schaden und erhielt von louis tools nun einme automatisch generierte mail zurueck mit einer nummer * ticket 97286002* und dem standard kommentar, ich solle mich gedulden, die anfrage werde schnellstmoeglich bearbeitet ...

meine mail an louis tools: hallo, habe den generator erhalten, leider ist die verpackung mangelhaft so dass das gestell verbogen ist. auf der unterseite des kartons fehlt eine styropor schale wie auf der oberseite !!!
frage an louis tools: das geraet soll unter temperaturen 25-35 grad laufen, welchen types ist das mitgelieferte oel, es fehlt die typenbezeichnung auf der flasche !!!
antwort von luois tools: anbei einen Link wo Sie sich das in ruhe durchlesen können ... http //www. usw ...................

ok. der link sagte ebenso wenig ueber den inhalt der flasche aus wie das benutzerhandbuch. moegilicherweise wissen nicht einmal die chinesen ob sie in die flasche soyaoel oder motorenoel gefuellt haben ... inkompetenz pur !

also fuellte ich das mitgelieferte oel vertrauensvoll aber letztlich auf eigenes risiko in den motor, schliesslich haette man mir bei einem versagen vorwerfen koennen das motoroel sei nicht fuer den temperaturbereich in der karibik geeignet gewesen ... und startete den motor. er sprang sofort an und bei 30 grad umgebungstemperatur brauchte ich nicht mal den schock zu benutzen, ein zweites und drittes mal ... der motor lief und sprang vorbildlich wieder an., den generator testete ich allerdings in diesem moment nicht !

ich schickte eine fehler- / defektbeschreibung in einem kontaktformular an den kundendienst von louis tools:
die verpackung war in ordnung, der fehler liegt offenbar an der vom hersteller mangelhaften verpackungstechnologie, d.h. nur auf der oberseite ist eine styropurschale um den tank zu schuetzen, das komplette untergestell ist ungeschuetzt. wurde in ihrem hause die ware nach eingang nicht ueberprueft ? die klammern waren jedenfalls noch original am karton. die umverpackung hatte lediglich normale spuren vom transport, keine beschaedigungen.
rene n.     louis antwortete darauf :Wir bedauern den Vorfall sehr. Leider können wir in unserem Haus nur Stichproben machen. Wir könnten Ihnen eine Ersatzteillieferung inkl Preisnachlass anbieten wenn Ihnen der Aufwand für einen Austausch zu groß wäre! Oder wir tauschen den Artikel aus?...

nach unzaehligen mails mit louis tools mit immer neuerlichen ticketnummern, insgesamt habe ich nun stolze 9 !!! nummern, einigten wir uns im vorliegenden fall auf eine erstattung fuer den transportschaden in hoehe von 30 euro

2. akt, der güde akt

am 9. mai diesen jahres, also fast 1 1/2 jahre spaeter sollte das geraet erstmals zum einsatz kommen und strom liefern, jedoch fehlanzeige, die reklamation ging nun in die zweite runde. nun weigerte man sich hartnaeckig auch fuer den folgeschaden aufzukommen, verweigerte mir jegliche weitere garantieansprueche.

der weitere verlauf der konversation verlief jetzt wie ein ping pong spiel um mich endgueltig zum aufgeben zu zwingen, louis tool gab den vorgang an guede ab, guede spielte mir nun zu, auf mein erwiedern bekam ich erneut die retour von louis usw. 

insgesamt sind so im laufe der zeit ueber 60 mails hin und her geschickt worden ohne eine loesung herbeizufuehren. was das einen unternehmer fuer zeit kostet !? und das ersatzteil, im verhaeltnis ein pfennigartikel, made in china ...

was hat ein verbraucher fuer rechte, kaum nennenswerte ! wer koennte also sprachrohr des geschaedigten sein ? das internet mit  seinen zahlreichen foren und preisrobotern und testberichten. das machte ich mir zunutze und fing an eintraege zu schreiben und informierte louis tools darueber, jeden tag einen neuen auf einer neuen plattform zu posten, das internet bietet ueber hundert davon !

louis tools reagierte fuer mich ziemlich unverstaendlich, statt das problem zu loesen  drohte es mir mit ihren rechtsanwaelten und hohen strafen wegen rufschaendung die in deutschland mit bis zu 10 tausend euro geahndet werden ...

das es in deutschland keine rechtsstaatlichkeit gibt wird mir wohl jeder klar denkende mensch bestaetigen koennen, opfer werden zu taetern und umgekehrt und nur wer einen, oder besser gesagt den besseren anwalt bezahlen kann gewinnt jeden prozess. also sind viele arbeitsrechtsurteile, zivilrechtsurteile und sogar strafrechtsurteile in deutschland unrechtsurteile...

und jetzt zum gipfel der frechheit, bitte sehr genau lesen !

firma guede gibt zu verstehen: Bitte beachten Sie ebenfalls das unsere Verpackung nicht für einen Versand ausgelegt ist. Die Umverpackung ist eine reine Verkaufsverpackung.

wie kam das geraet dann zur firma louis tools wenn nicht per versand , und weiter der argumentation von guede folgend ...

zitat güde ... Der hier vorliegende Schaden kann nach der aktuellen Beurteilung nicht einem Transportschaden zu Grunde liegen. Denn in diesem Fall wäre die Verpackung beschädigt. Bei Verdeckten wie auch sichtbaren Schäden gilt eine Meldefrist von 7 Kalendertagen nach Warenanlieferung.

vielleicht ist ja der schaden in wirklichkeit auch kein transportschaden, es koennte ja auch gut sein, das der generator bereits in china aus dem hochregeal gefallen ist und dann im unbeschaedigten verkaufskarton defekt zu mir gelangte ...

als letztes angebot erhielt dann ein kulanzangebot von guede. fuer meinen gse 2501 bezahlte ich 230 euro, das nachfolgemodell, gse 2700, bot man mir fuer nur 155 euro an.

ist die firma guede ueberhaupt in der lage fuer diese produkte ersatzteile zu liefern oder sagt man sich gar,  ja fuer den preis ... wegwerfen - neukaufen ...

der kampf geht also weiter, macht euch also frisch, ihr guedes und loius 

2.10.11 19:32


betr. drei jahre illegal

sorry liebe leser, ich habe den beitrag ersteinmal zur ueberarbeitung zurueckgenommen. er war grottenschlecht !!! und mit der heissen nadel gestrickt ...

schnell, schnell funktioniert eben nicht

4.10.11 17:53


betr. : anonyme gästebucheinträge

auf einen meiner letzten blogbeiträge erhielt ich zwei kommentare die da lauteten " tod dem kommunismus! " und auszugsweise " ... aus dem gehirn eines ewiggestriegen ... " geschrieben von einem unbekannten leser .

da ich weder namen noch absendeadresse des anonymen schreiberlings recherchieren konnte habe ich mich entschlossen diese einträge aus meinem gästebuch zu entfernen. derartige meinungsäusserungen sind nicht der sache meines blogs dienlich ( u.a. der veröffentlichung von meinungen zu aktuell politischen themen ).

und äusserungen wie ... tod dem islamismus ... tod dem katholizismus ... tod dem judentum ... etc. sind keine basis für eine sachliche auseinandersetzung mit geschichte, vergangenheit und zukunft der menschheit, sie sind nur ausdruck von intoleranz, ignoranz und dummheit !

die dominant kapitalistische gesellschaftsform nutzt jedes verfügbare medium um keinen zwiefel an ihrer alleinberechtigung im universum aufkommen zu lassen, dazu ist ihr jegliche lüge und manipuliation rechtes mittel ...

wenn wir uns vor augen halten wieviele jahrhunderte oder besser gesagt jahrtausende ausbeuterformen existieren, feudalismus, kolonialismus ... und der gerechtigkeit halber feststellen das die ideen von einer besseren, einer sozialistischen gesellschaftsform seit marx und engels keine 200 jahre alt sind ...

diese gesellschaftlichen entwicklungen könnte man ebenso mit der entwicklung des fliegens vergleichen, seit wievielen hunderten jahren verspürt die menschheit den wunsch es den vögeln gleichzumachen und fliegen zu können...

zwischen den ersten erfolgreichen gleitflügen otto lilienthals zu ende des 19. jahrhunderts und der kommerziellen nutzung von flugzeugen zu beginn des 20. jh bis zum derzeit größten passagierflugzeug, dem A 380, wieviele jahrzehnte vergingen, wieviele erfahrungen musste der mensch machen, wieviele schicksalschläge hinnehmen, konzepte korrigieren ... wieviele fluege erlitten eine bruchlandung ....

ebenso verhält es sich mit dem sozialismus !!!

und hier noch ein paar interessante links

http://de.wikipedia.org/wiki/

Operation_Condorhttp://www.amazon.de/Operation-CONDOR-Eine-Internationale-Terrors/dp/3939828424/ref=pd_rhf_shvl_1
Das staatliche Terrornetzwerk »Condor« war ein struktureller Zusammenschluss und zugleich die inhaltliche Aufgabenstellung der Geheimdienst- und Polizeiverantwortlichen der reaktionären Militärdiktatoren der südlichen Zone von Südamerika. Die Verbindungen wirken bis in die heutige Zeit, wie Hugo Chávez und Evo Morales feststellen mussten. Nach und nach freigegebene Dokumente belegen, dass der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1973 Henry Kissinger von der Operation CONDOR nicht nur wusste, sondern sie auch »aktiv duldete«. Erklärtes Ziel dieser multinationalen Organisation und Geheimoperationen war die brutale Unterdrückung jeder Form von politischer Opposition gegen die Diktatorenregimes, die gewaltsame Zurückdrängung aller linksorientierten Einflüsse und Ideen in dieser Region. Dazu gehörten umfangreiche geheimdienstliche Aufklärungs- und Unterwanderungsoperationen, intensiver Informationsaustausch zwischen den Geheimdiensten sowie militärische bzw. paramilitärische Sonderoperationen zur Liquidierung erkannter Regimegegner. Angaben über 50000 ermordete Personen, 30000 Verschwundene und 400000 Inhaftierte fanden sich alleine in einem 1992 entdeckten Archiv. KLAUS EICHNER, ehemals leitender Analytiker in der Gegenspionage der DDR und spezialisiert auf amerikanische Geheimdienste, legt Ergebnisse seiner Recherchen zu CONDOR vor, ergänzt um einen umfangreichen Anhang von Originaldokumenten.

1.10.11 17:28


mein neues auto ...

ist nicht rot, es ist blau, ist 15 jahre alt und hat eine lange lebensgeschichte zu erzaehlen ... es ist ein FEHLER IN ALLEN TEILEN , auch bekannt unter dem logo FIAT 

meinen roten van ohne rueckwaertsgang, ohne klima und mit abgefahrenen reifen konnte ich nun endlich abstossen, na ja bei dem schnaeppchenpreis von nur umgerechnet 2.500 euro fuer den alten wagen, war es ein leichtes einen kaeufer zu finden ...

der junge sergant von der guardia nacional zahlte die bolivares auf mein konto ein und erhielt von mir alle gesammelten papiere, einen aktenordner mit einer loseblatt sammlung von mindestens fuenfzig seiten ... alles wichtige dokumente hier, die einfuhrpapiere, die bestaetigungen das vor 16 jahren importsteuern gezahlt wurden, alte steuerbescheide, versicherungspolicen und mehr.

rein zufaellig hatte das nummernschild des alten die ziffernfolge 001-222, der fiat hat nun die 001-333 !? bedeutet das jetzt fuer mich eine aufwertung an qualitaet oder eher die potenzierung meiner problem mit den autos hier ...

und wieder habe ich das auto von einem deutschen gekauft, einem kunden von mir. er pries ihn mit hoechsten toenen an, es sei alles in ordnung, der motor und das getriebe gerade ueberholt, der lack und die inneneinrichtung top !!!  und fuer nur 2.000 euro bekaeme ich den wagen sogar mit ordentlichen papieren und versichert. das klang gut, nie mehr probleme mit der polizei dachte ich in diesem moment und sagte dem kauf zu.

am tage als wir uns bei der bank trafen um einen scheck auf seinen namen ausstellen zu lassen, bank zu bank ueberweisungen kennt man hier noch nicht, bekam ich den schluessel und die papiere von ihm uebergeben. ich wollte wolfgang nun noch nach hause fahren ... als mein beifahrer dann einsteigen wollte ging die tuer nicht mehr auf ... er setzte sich also in die zweite reihe und ich brachte ihn nach hause. als ich den wagen vor meiner tuer parkte und ihn abschliessen wollte ging die zentralverriegelung der fahrertuer ploetzlich nicht mehr. die eine nicht auf, die andere nicht zu ... was war das fuer eine schei..... als ich tags zuvor probefahrt machte ging doch noch alles !

das die handbremse nicht funktionierte, die lenkhydraulik ein leck hatte und ich das lenkrad mit viel kraft kurbeln musste, das an den vorderen scheibenbremsen irgendwelche teile fehlten und es daher permanent ein schepperndes geraeusch beim fahren gab ... all das hatte er mir gesagt, alles kleinigkeiten ... auch das seit der reparatur des getriebes der zweite gang schlecht zu schalten sei ... und trotzdem habe ich es gekauft. man kann eben fuer diesen guenstigen preis nicht mehr erwarten.

das mit dem getriebe stoerte wolfgang nicht, er fuhr damit vom ersten tag nach der reparatur, mich stoerte es schon ... wir fuhren zur werkstatt, das getriebe war ja erst im maerz gemacht worden und erhofften uns eine garantie, heraus kam eine kulanz. die arbeitsleistung erklaerten sich die beiden parteien zu teilen und ich sollte die teile zahlen. das sollte nicht teuer fuer mich werden.

dann kam aber die ueberraschung. ich liebe sie diese kleinen ueberraschungen, wie ein kind seine kinderueberraschung, jeden tag bekomme ich mindestens eine neue davon und oftmals treffen sie mich hart wie auch diese ... um geetriebe und motor auszubauen muessen auch die stossdaempfer demontiert werden, diese fielen dabei auseinander und mussten nun erneuert werden. also wurde aus den geschaetzten kosten nun fuer mich ein dreifaches ...

die eine tuer schliesst immer noch nicht, bei der anderen ist das schloss ausgebaut und sie ist von innen mit einem tau verzurrt ...

aber die papiere sind in ordnung !!!

 

 

 

 

5.7.11 16:52


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