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eine reise mit dr. jekyll & mr. hyde

segeln ist leben, so beschrieb ich es schon einmal in meinem blog, und ich würde es immer wieder tun, segeln um des segelns willen.

am 14. november gegen mittag holten mich karl (und) heinz von zu hause ab und wir fuhren gemeinsam zum flughafen von porlamar. die maschine der staatlichen fluggesellschaft conviasa startete pünktlich mit ziel nach port of spain / trinidad. karl war wie immer an den vormittagen guter laune und freute sich auf den gemeinsamen törn. die auslastung der maschine war sehr gering und ich suchte erst garnicht nach meinem platz, sondern setzte mich auf irgendeinen der zahlreichen freien. dann schaute ich mir meine bordkarte erstmals genauer an, ich saß wie von geisterhand gesteuert auf dem mir zugedachten platz 7C . nach 40 minuten in trinidad gelandet, folgten die üblichen abfertigungsformalitäten bloß eben in englisch, was mir schon beim ausfüllen der formulare probleme bereitete. auf die fragen der migrationsbeamten konnte ich wenig erwidern ... und wieder einmal spüre ich die rache meiner faulheit !

nach kurzem aufenthalt auf trinidad und den ersten eindrücken von der nachbarinsel venezuelas, flogen wir weiter nach tobago, diesmal bekam ich die bordkarte von der caribean-airlines und hatte zufällig ? wieder den platz 7C oder war es garkein zufall sondern irgendeine vorsehung, ein ausserirdisches zeichen ? ... 25 minuten später erreichten wir scarborough / tobago und wurden von johnny in einem alten pickup abgeholt und samt sack und pack direkt zum boot gefahren.

die “veleta“ lag unter seiner regelmäßigen aufsicht in der store bay ganz nah beim flughafen (google earth N 11° 09´ W 061° 30´ ) vor anker. johnny kontrollierte in den letzten wochen das schiff auf den halt des ankers und die funktion der batterien, bilgenpumpen etc. und verdiente sich damit ein angesehenes taschengeld. karl war bei ankunft in der bucht sichtlich glücklich, konnte er endlich wieder rauchen und trinken wie es ihm passte, noch bevor wir ins dinghi stiegen hatte er seinen pegel wieder aufgepäppelt …

die ersten zwei tage auf tobago sind vorab schon verplant, einkaufen fahren für die kommenden tage auf see und ausklarieren. dazu muss man in die hauptstadt von tobago, nach scarborough fahren und alle nötigen formalitäten bei zoll und migration erledigen … und abends bin ich dann vom skipper zum essen eingeladen, das sieht unsere abmachung so vor. ich begleite ihn bei der rückführung des schiffes nach margarita wobei mir keinerlei kosten entstehen, nicht für die flüge, nicht für essen und trinken an bord und ausserhalb des schiffes, und ich erhalte eine aufwandsentschädigung in höhe von 2000 bolivares …

die preise auf tobago haben europäisches niveau und der volle einkaufswagen kostet ein kleines vermögen, es bleibt einem keine wahl da trinidad/tobago keinen aldi oder lidl kennt. den hauptanteil der summe machen bestimmt die getränke aus, karl kauft reichlich wein, soda und tonic, auch eine flasche rum muss dabei sein … und für mich eine palette bier, ganze 24 dosen; wie lange die wohl reichen werden … karl sein pegel schwankt nun permanent zwischen ein und zwei promille und er erscheint sehr entspannt und ausgeglichen.

wir müssen nur noch 200 liter wasser an bord schleppen, in 20 liter kanistern von johnnys kiosk zum dinghi und dann an bord hieven, eine ganz schöne quälerei für einen fünfzigjährigen mit wirbelsäulenproblemen. in diesem punkt beneide ich die weltumsegler nicht, es gibt keine tankstelle auf see, keinen wasserhahn und keinen lieferservice für proviant, alles muss aus eigener kraft bewältigt werden und oftmals sind die crews weit über die sechzig hinaus …

nachdem der skipper bei johnny seine letzte rechnung beglichen hat und von den letzten “tts“ (trinidad-tobago-dollar) noch zwei flaschen hochprozentigen mit an bord schleppte geht’s dann donnerstag mittag endlich los, zwar nur unter motor und auch nur einmal ums riff in die nächste bucht von wo aus wir nun die strecke nach grenada planen und starten wollen (google earth N 11° 11´ W 060° 48´ )

am darauffolgenden tag soll es losgehen, ca. 80 seemeilen liegen vor uns und die sind zwischen sonnenauf und -untergang nicht zu schaffen, also planen wir die abfahrt für den frühen nachmittag des 18. november. karl rechnet mit einer durchschnittsgeschwindigkeit von 4 kn, das bedeutet …. sind wir schneller - so sind wir früher da, oder langsamer dann eben später, aber keinesfalls in der dunkelheit.

 

fortsetzung in kuerze !!!

2.12.11 19:23
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Doreen (10.12.11 15:49)
hach das klingt gut... lasst euch bloss nicht wieder überfallen!!! ganz liebe grüße

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